Evang. Kirchengemeinde Gaggenau

Der Grüne Gockel

kirchliches Umweltmanagement

 

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Wir wollen Sie neugierig machen über ein in unserer Kirchengemeinde gestartetes Projekt:

mit diesem Zertifikat kann man sich sehen lassen!

Grüner Gockel:

  • verbessert kontinuierlich und nachhaltig das Umweltverhalten Ihrer Gemeinde

  • wurde auf Grundlage der Europäischen Umweltaudit-Verordnung EMAS speziell für Kirchengemeinden - weiterentwickelt

  • bedeutet weniger Kosten und Aufwand für Formalitäten und Dokumentationen als EMAS bei gleicher Wirkung.

  • feiert bereits Erfolge in der württembergischen, bayerischen und westfälischen Landeskirche

Schritt für Schritt:

Die ersten Schritte sind schon getan, wir hatten:

  • die Vorarbeit

  • der Kirchengemeinderats-Beschluss wurde herbeigeführt

  • die Auftaktveranstaltung liegt hinter uns (s. Bild)

  • wir stecken derzeit tief in der Projektarbeit zur Erstellung der Umweltrichtlinien

 

Die Pfarrer der drei Evang. Kirchengemeinden und OB Florus setzen einen Apfelbaum, der wie das Umweltprojekt "Grüner Gockel" wachsen und gedeihen soll.

 

 

       

Die Auftaktveranstaltung

in Bildern

(Klick zum Großformat)

 

Dies sind die vom Team erarbeiteten Umweltrichtlinien unserer Kirchengemeinde:

 Präambel

Im Glauben an die Liebe Gottes, des Schöpfers, erkennen wir dankbar das Geschenk der Schöpfung, den Wert und die Schönheit der Natur. Gemeinsam wollen wir uns für nachhaltige Lebensbedingungen für die gesamte Schöpfung einsetzen. (aus: Charta Oecumenica 22.4.2001)

 1. Wir verpflichten uns zur fortwährenden Verbesserung

Wir gehen bei der Verbesserung des Umwelthandelns unserer Gemeinde systematisch vor und wenden geeignete Methoden an. Hiermit werden die entsprechenden Rahmenbedingungen erreicht. Wir werden den erreichten Zustand immer wieder bewerten, mit unseren definierten Umweltzielen vergleichen und gegebenenfalls nachbessern.

Über die langfristige Veränderung von Denk- und Verhaltensweisen schaffen wir ein Klima, das einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess gewährleistet.

 2. Wir verpflichten uns, Umweltbelastungen zu verhüten 

Wir suchen bei all unseren Vorhaben die Lösungen, welche die Umwelt am wenigsten belasten. Dazu erfassen und bewerten wir die Gefahren und Belastung für die Umwelt. Dabei erfassen wir sowohl die Herstellung und Verarbeitung als auch die Entsorgung der zu verwendenden Produkte. Wir berücksichtigen dabei Faktoren wie Umweltsiegel (Blauer Engel) oder biologische Herstellung, Langlebigkeit sowie Recyclingfähigkeit.

Wir bevorzugen diejenigen Lösungen, die - unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit - die Umwelt am wenigsten gefährden und belasten und nachhaltiges Wirtschaften fördern, d.h. die Lösungen sollen sich nicht negativ auf das Leben künftiger Generationen auswirken.

 3. Wir halten die zutreffenden Umweltgesetze ein 

Wir berücksichtigen die relevanten Gesetze, Umwelt- und Arbeitssicherheitsvorschriften.

Dieses Handeln ist darauf ausgerichtet, Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Gemeindemitgliedern, den Mitarbeitenden, der Gesellschaft und der Umwelt zu zeigen und zu leben.

 4. Wir sind dem Prinzip der Nachhaltigkeit verpflichtet 

Wir wirken darauf hin, dass das Umwelthandeln unserer Gemeinde der ökologischen Herausforderung angemessen ist. Wir suchen bei allen Vorhaben die Wege, die die Umwelt am wenigsten belasten und fördern nachhaltiges Wirtschaften. Durch den schonenden Umgang mit Rohstoffen (z.B. Wasser, Papier) und Energie (z.B. Heizung, Strom) vermeiden und verringern wir Belastungen und Gefahren für die Umwelt. Wir setzen die bestverfügbare Technik ein, soweit dies wirtschaftlich vertretbar ist. Wir bevorzugen umweltfreundliche Produkte, Verfahren und Dienstleistungen sowie Waren aus dem fairen Handel. Bei der Auswahl unserer Geschäftspartner berücksichtigen wir ökologische Zielsetzungen.

 5. Wir machen die Umweltleitlinien öffentlich zugänglich 

Durch Aushänge, Presse, Veröffentlichungen im Internet und anderes informieren wir über unsere Umweltaktivitäten. Dadurch ist unsere Handeln transparent und glaubwürdig.

6. Wir informieren und fördern die Mitarbeitenden unserer Gemeinde 

Wir verstehen uns als Lerngemeinschaft und verpflichten uns darum, alle in unseren Gemeinden Mitarbeitenden aktiv in Umweltfragen einzubeziehen. In Verkündigung und Erziehung, in Alltagsgesprächen und Verhaltensweisen sagen wir das Gelernte weiter und leben es beispielhaft.

Wir kommunizieren untereinander so, dass möglichst viele Anregungen der Umweltleitlinien umgesetzt werden können.

Wir ermutigen Interessierte, Fortbildungsangebote zu diesen Fragen wahrzunehmen.

 7. Wir arbeiten mit anderen zusammen und tauschen Erfahrungen aus 

Wir tauschen mit anderen Kirchengemeinden, öffentlichen Stellen, Organisationen und Firmen Erfahrungen aus. Durch sinnvolle Zusammenarbeit werden wir die Ziele, die in den Leitlinien formuliert sind, erreichen.

 8. Wir haben einen biblischen Auftrag 

In der Bibel (1.Mose 2,15) sind wir Menschen aufgefordert, die „Erde zu bebauen und zu bewahren“. Wir nehmen diesen Auftrag an.

 9. Wir achten auf die ökologischen und sozialen Zusammenhänge unseres Handelns 

Ökologie, Ökonomie und soziale Gerechtigkeit sind eng miteinander verknüpft. Wir verpflichten uns, auf die ökologischen und sozialen Auswirkungen in allen Bereichen unseres wirtschaftlichen Handelns zu achten.

Wir richten unseren Konsum an umweltschonender Produktion und gerechtem Lohn für die Produzenten aus, preisliche Kriterien sind nicht allein entscheidend.

  Stand: Juni 2008

Aus der Teamarbeit: Energiecheck der Objekte

          

Lukasgemeinde:     Gemeindezentrum     Pfarrhaus    Radfahrerkirche
---> Teammitglieder      
Johannesgemeinde:     Kirche und Gemeindezentrum    Pfarrhaus  
       
Markusgemeinde:     Kirche    Pfarrhaus    Gemeindehaus

---> Teammitglieder

     

                                                

 ---> Umwelterklärung

Bilder der Validierung am 23. Nov. 2009 (Klick zum Großformat)

Pfr. Velimsky, Umweltgutachter von Knobelsdorff, Pfr. Weiß, Pfrin. Lamm-Gielnik (v.l.)

Umwelterklärung wird gültig...     

... und dem Team übergeben

 

 Zertifizierungsübergabe: (Veröffentlichung im Badischen Tagblatt)

 

Die drei Evangelischen Kirchengemeinden Gaggenaus sind am Sonntagabend, den 28.03.2010, im Rahmen eines Gottesdienstes mit der Zertifizierungsurkunde und dem "Grünen Gockel" ausgezeichnet worden. Die Plakette ist so etwas wie der "Blaue Umweltengel" der Evangelischen Landeskirche Baden und wurde auf Grundlage der Europäischen Umweltaudit-Verordnung EMAS entwickelt.  Vor zwei Jahren begannen Mitglieder der Lukas-, Markus- und Johannesgemeinde gemeinsam mit der Einführung der Umweltrichtlinien zum Betrieb von Kirche und Gemeindehäusern. Im November 2009 wurde die Zertifizierung bewilligt. Gleich drei Gemeinden zogen damit am gleichen Strang. "Das ist sehr ungewöhnlich" lobte Dr. André Witthöft-Mühlmann, Leiter des Büros des Evangelische Oberkirchenrats (EOK), das Umwelt-Engagement in der Großen Kreisstadt. Unterstützung bei der Zertifikatsübergabe in der Johanneskirche Bad Rotenfels bekam er von seiner Kollegin Dr. Susanne Jaschinski, ebenfalls vom EOK. Beide bedankten sich in ihren Ansprachen für das unerschöpfliche Engagement zur "Erhaltung nachhaltiger Lebensbedingungen der Schöpfung Gottes".                                Text: BT/ma

 

 ---> Bericht BNN vom 30.03.2010

Bild: Bracht

Bild: BT/ma

 

 

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